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Vorschau

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Andreas Rauch, 1622, Detail, Allegorie Süd-Ostwind, Museum Humpis-Quartier
Schussen-Hochwasser, Juni 1926, StARV S03 Sammlung Zittrell 23_18
Sichtung der Ausstellungsexponate im Depot

Von der kleinen Eiszeit ins Anthropozän. Klimawandel in Ravensburg 1350 - 2050

8. April bis 2. Oktober 2022

Das Museum Humpis-Quartier zeigt in einer großen Sonderausstellung die Geschichte des Klimawandels von der Kleinen Eiszeit, einer im 14. Jahrhundert einsetzenden langanhaltenden Klimaverschlechterung bis ins sogenannte Anthropozän, das den nachweislichen Beginn des menschengemachten Klimawandels im 19. Jahrhundert markiert. 

Im Fokus stehen die sozialen, kulturellen und ökonomischen Folgen von Klimaschwankungen und Wetterereignissen in Ravensburg und Umgebung.
Die Ausstellung nimmt in den Blick, wie im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit die "Zeichen des Himmels" gedeutet wurden: Sei es die Verehrung der Weissenauer Heilig-Blut-Reliquie, die vorausschauende Funktion von Bauernregeln, die Suche nach Sündenböcken für Wetterkatastrophen oder deren Hinnahme als göttliches Strafgericht; der Umgang mit Klima- und Wetterphänomenen war von einer mythischen Weltsicht, Glaube und Aberglaube geprägt.
Aufgezeigt werden in der Folge Zusammenhänge zwischen der Wiederentdeckung der antiken Astronomie, der Herausbildung der modernen Wissenschaften und der exakten Vermessung der Welt und des Wetters. Nicht zuletzt veranschaulicht die Ausstellung die Folgen und Herausforderungen des beschleunigten Klimawandels im Zuge der Industrialisierung am Beispiel Ravensburgs und stellt Szenarien von zukünftigen Entwicklungen vor.
Erstmals auf der erweiterten Ausstellungsfläche von 400 m² präsentiert das Museum zahlreiche noch nie gezeigte Objekte aus der eigenen Sammlung ergänzt durch Leihgaben aus Privatbesitz, Archiven und Museen. Ob Spätgotische Heilige, Stadtprospekte von Andreas Rauch, wasserspeiende Drachen oder Feierabendziegel – alle Exponate erzählen vom Einfluss des Klimas, und über die kulturellen Deutungen von Wetterphänomenen, Beobachtungen und wissenschaftlichen Beschreibung sowie den teilweise gravierenden Klimafolgeerscheinungen.

Interaktive Ausstellung und Begleitprogramm

Möchten Sie wissen, wie Wetter- und Klimadaten erhoben und wie historische Klimadaten rekonstruiert werden? Ob es in der Kleinen Eiszeit immer kalt war? Ob nun der Blutritt oder die Verfolgung von vermeintlichen Schadenszauber*innen und Hexen das bessere Mittel gegen Unwetter waren? Oder sie sind mehr an der Gegenwart interessiert und wollen sich informieren wie eine Wetterstation funktioniert, wie viel CO² sie verbrauchen und was sie einsparen könnten? Die Ausstellung möchte dazu beitragen, Zusammenhänge zu entdecken, Fragen zu beantworten und selbst aktiv zu werden.

In die kulturgeschichtliche Ausstellung integriert ist die interaktive Mitmach-Ausstellung - nicht nur - für jugendliche Besucher*innen "Umwelt, Klima& Du", konzipiert vom Jungen Museum Frankfurt, die nun erstmals außerhalb Frankfurts gezeigt wird.

Im Begleitprogramm bieten wir Führungen, Workshops und Projekttage für alle Altersgruppen und Schulklassen in der Ausstellung sowie im angrenzenden Stadtraum an Sprechen Sie uns auf unsere Angebote an oder informieren Sie sich über aktuelle Veranstaltungen und Termine auf unserer Homepage.

Sonderausstellungen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11 - 18 Uhr
 

Karfreitag, 24., 25. und 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen.

zu den Öffnungszeiten

 

Eintritt

Erwachsene7 € 
Ermäßigt5 €
Kinder bis 18 Jahrefrei 
Gruppen ab 10 Personen  6€ 

zu den Eintrittspreisen

 

Museumsfilm