Das Museum Humpis-Quartier entwickelt seine Dauerausstellung bis 2029 schrittweise weiter. Unter dem Motto „Museum in Transformation“ entstehen neue Ausstellungsbereiche, Themenräume und Vermittlungsangebote. Während des gesamten Prozesses bleibt das Museum geöffnet und lädt dazu ein, die Entwicklung des Hauses aktiv mitzuerleben.
Ziel der Neukonzeption ist die Weiterentwicklung des Museums hin zu einem Stadtmuseum, das die Ravensburger Stadtgeschichte und ihre Bevölkerung noch stärker in den Mittelpunkt stellt. Dabei werden neue Perspektiven auf die Geschichte der Stadt eröffnet und bisher wenig beachtete Themen ergänzt.
Den Auftakt bildet die Ausstellung „Aufbruch in die Demokratie 1848–1918“. Sie widmet sich den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und beleuchtet die Entwicklung demokratischer Rechte von der Revolution von 1848 bis zur Weimarer Republik. Ergänzt wird dieser Bereich durch das partizipative Projekt „Museum Kollektiv“, das gemeinsam mit Ravensburger Vereinen entstanden ist und sich mit Vereinswesen, ehrenamtlichem Engagement und demokratischer Teilhabe beschäftigt.
Ein weiterer neuer Bereich ist das Schaudepot mit Museumswerkstatt. Hier werden ausgewählte Objekte aus der Museumssammlung präsentiert und Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen ermöglicht. Zugleich entsteht ein Ort für Schulklassen, Gruppen und unterschiedliche Vermittlungsformate.
Auch in den kommenden Jahren wird die Dauerausstellung kontinuierlich erweitert. Geplant sind unter anderem neue Bereiche zur Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts sowie weitere Räume, die unterschiedliche Epochen und Themen der Ravensburger Geschichte in den Blick nehmen.
Unverändert bleibt dabei die besondere Atmosphäre des Humpis-Quartiers. Die historischen Gebäude mit ihren architektonischen Zeitschichten, baugeschichtlichen Spuren und Räumen aus verschiedenen Jahrhunderten bilden weiterhin den einzigartigen Rahmen für die Geschichte Ravensburgs.