Wundersame Kammern

Mit den wundersamen Kammern stehen in den kleinen Gebäuden Humpisstraße 1 und 3 neun kabinettartige Räume zur Verfügung, in denen spannende Einzelaspekte der Ravensburger Geschichte auf künstlerische und emotionale Weise präsentiert bzw. inszeniert werden können. Themen wie Schwabenkinder, Hexenverfolgung, Flüchtlinge und Heimatvertriebene oder ein Klangraum Karl Erb sind geplant. Die Realisierung ist abhängig von der Haushaltslage der Stadt, von Spenden und anderen Zuwendungen.
Mit der Eröffnung können lediglich die Räume des 15. bis 19. Jahrhunderts präsentiert werden. Erst nach der schrittweisen Restaurierung der historischen Oberflächen wird sukzessive die Ausstellung eingerichtet. Das Museum Humpis-Quartier versteht sich als "wachsendes Museum", das immer wieder Anreize für einen erneuten Besuch schafft.

Die Schwabenkinder

Dank großzügiger Förderung aus EU-Mitteln für das Interreg IV-Projekt "Die Schwabenkinder" wird es ab 2010 möglich sein, die erste Wunderkammer zum Thema Schwabenkinder zu eröffnen. Die Ravensburger Ausstellung beleuchtet das für die Stadt vom 17. bis ins 20. Jahrhundert zentrale Thema des Hütekindermarktes in der Bachstraße. Dort wurden bis 1914 alljährlich im März arme Bergbauernkinder aus Tirol, Vorarlberg und Graubünden als Saisonarbeitskräfte an oberschwäbische Bauern vermittelt.
Das Humpis-Quartier ist dann eines von zukünftig 20 miteinander vernetzten Museen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien, welche sich mit dem für die Bodensee- und Alpenregion zentralen Thema auseinandersetzen. Die Vorarlberger, Graubündner und Tiroler Museen werden vor allem auf den Alltag der Kinder in den Alpenregionen eingehen, in Ravensburg steht die Vermittlung der Kinder im Mittelpunkt, im Bauernhausmuseum Wolfegg wird ihre Lebenssituation auf den oberschwäbischen Höfen beleuchtet.
 

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