Rückblick
6. Mai bis 31. Juli 2011
Die Rutenmacher
100 Jahre ‚glückselige Ruata‘ mit der Rutenfestkommission
Vom 6. Mai bis zum 31. Juli präsentierte das Museum Humpis-Quartier eine farbenprächtige Jubiläumsausstellung über das Rutenfest, in der man vielen Höhepunkten, Traditionen und Persönlichkeiten aus 100 Jahren Rutenfest begegnet. Amateur-Rutenfilmer haben hierfür ihre historischen Aufnahmen zur Verfügung gestellt, Rutenfest-Fans ihre Fotoalben und Schatztruhen geöffnet, Schützen sich von ihren Trophäen getrennt und die Rutenfestkommission einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit ermöglicht. So kann man in der Umgebung von ungewöhnlichen Objekten beim Antrommeln, beim Rutentheater, beim Festzug oder beim Schießen schon Monate vor dem Fest eine rutelige Stimmung erleben. Anlass hierfür ist das 100jährige Bestehen der Rutenfestkommission, die seit einem Jahrhundert das Fest der Feste für die Ravensburger ausrichtet.
10. Dezember bis 27. Februar 2011
Jacob Russ - Spätgotischer Bildschnitzer aus Ravensburg
Der Ravensburger Bildhauer Jacob Russ gehört zu den großen Künstlern der Spätgotik.
Mit dem Hochaltar in Chur (1486-1491) und dem Rathaussaal in Überlingen
(1491-1494) hat er Maßstäbe gesetzt. In und um Ravensburg werden ihm bzw.
seiner Werkstatt zahlreiche Heiligenfiguren zugeschrieben.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit Leben und Werk des ungewöhnlichen Meisters, mit der Bedeutung von Kunsthandwerk in der spätmittelalterlichen Stadt und dem Entstehungsprozess spätgotischer Werke. In fünf inszenierten Räumen begegnet man ungewöhnlichen Figuren aus Überlingen, Chur, Stuttgart und aus Kirchen in und um Ravensburg mit ihren ausdrucksstarken Gesichtern und feinen Händen.
16. September bis 14. November 2010
Mit Volldampf voraus!
Ravensburg und Oberschwaben 1810-1910
In nur 100 Jahren hat Ravensburg in einer Geschwindigkeit sein Gesicht verändert wie in keinem Zeitraum zuvor.
Ungewöhnliche Objekte aus dem Zeitalter der Industrialisierung zeigen, wie rasant und nachhaltig sich Ravensburg und Oberschwaben von 1810 bis 1910 verändert haben: Bahnhöfe und Kraftwerke entstanden, Stadtmauern und Zollstationen verschwanden. Die Industrialisierung revolutionierte Wirtschaft, Gewerbe und Gesellschaft.
Die Gemeinschafts-Ausstellung der Städte Ulm, Leutkirch und Friedrichshafen mit ihren vielen Originalobjekten und Ansichten aus dem 19. Jahrhundert versetzt die Besucher in das spannende Zeitalter der Industrialisierung Ravensburgs und Oberschwabens.
26. März bis 27. Juni 2010
Hausser-Fotos
7980 Ravensburg
44 Jahre lang, von 1950 bis 1994, hatte der Fotograf Erich Hausser in Familien in Ravensburg und weit darüber hinaus fast Kultstatus. Er fotografierte von der Taufe bis zur Beerdigung, Kommunion und Konfirmation, Hochzeiten Geschäftsjubiläen. Eine Attraktion waren seine Fotos von Prominenten – Romy Schneider & Karlheinz Böhm bei „Sissi-Dreharbeiten“, Albert Schweitzer oder der Clown Grock. Auch Fotos von Ravensburger Geschäften, von Handwerkern und Arbeitern, von regionalen Künstlern, von Freizeit und Alltagskultur finden sich ebenso in der riesigen Sammlung. Eine Auswahl von 120 interessanten Fotos ist im Museum Humpis-Quartier vom 26. März bis zum 27. Juni 2010 zu sehen.
9. Dezember 2009 bis 2. Februar 2010
Die barocke Klösterle-Weihnachtskrippe
...goldglänzende Engel verkünden die Geburt Christi, Elefanten und Kamele begleiten den prächtigen Zug der Heiligen Drei Könige, orientalische Prunkzelte bergen Myrrhe, Gold und Weihrauch für das Jesuskind...
Die große „Klösterle-Weihnachtskrippe“ mit ihren nahezu 300 Figuren und ihren mächtigen Kulissen gehört zu den interessantesten und größten oberschwäbischen Krippen. Sie ist in besonderem Maße Ausdruck von Frömmigkeit und Krippenkunst. Ihre ungewöhnliche Beschaffenheit verdankt sie dem Umstand, dass die Armen Schulschwestern vom Klösterle in Ravensburg 1905 eine Barockkrippe aus Unterschwarzach (Bad Wurzach), die dort unter der Bezeichnung Mosersche Krippe bekannt war, mit einer weiteren barocken Weihnachtskrippe aus Baach bei Zwiefalten vereinigten. Die Klösterle-Krippe umfasst fünf Szenen. Dargestellt werden die Geburt Christi, der Zug der Heiligen Drei Könige, der Palast des Herodes, die Anbetung der Heiligen Drei Könige und die Hochzeit von Kana.
Die Mosersche Krippe zeichnet sich insbesondere durch ihre wunderschönen barocken Holzfiguren aus, deren Köpfe, Arme und Füße wohl von einem Wurzacher Meister geschnitzt worden sind (in späterer Zeit teilweise durch Wachs ergänzt). Der Krippenteil aus Zwiefalten umfasst das himmlische Jerusalem sowie den repräsentativen Herodespalast, wobei die märchenhaften Kulissen größtenteils im 19. Jahrhundert hinzugefügt worden sind.
Lange Zeit war die Krippe in der Mädchenschule Klösterle selbst zu sehen, auf Initiative von Reinhold Nonnenbroich und des Wirtschaftsforums Pro Ravensburg ist sie dann im Rathaus gezeigt worden und zuletzt hat sie das Stadtarchiv im Jahr 2001/2002 im Heilig-Geist-Spital präsentiert. In einer modernen Inszenierung ist die Klösterle-Weihnachtskrippe ab 9. Dezember 2009 im Museum Humpis-Quartier zu sehen.
Eine Ausstellung des Museums Humpis-Quartier Ravensburg.
Leihgeber: Provinzialat der Armen Schulschwestern München.
4. Juli bis 1. November 2009
Eröffnungsausstellung
Der lange Weg zum Museum
Kurator: Dr. Andreas Schmauder
Die Ausstellung zeigt die zahlreichen Stationen auf dem langen Weg zu einem großen kulturhistorischen Stadtmuseum für Ravensburg. Durchschreiten Sie virtuell die kuriose Sammlung des Kunst- und Altertumsvereins, das Heimatmuseum Vogthaus und ein Fremdenzimmer der Familie Hindelang. Machen Sie Bekanntschaft mit vielen Akteuren der Museumsgesellschaft und den großzügigen Spendern von Museumsobjekten. Ein Film von Jürgen Bretzinger und
Paul Grom zeigt die Veränderung des Humpis-Quartiers zum Museum.